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Niederlagen gegen Spitzenduo

Weder in Kössen (4:0) noch daheim gegen Münster (0:2) reichte es zu Punktezuwachs

Das Auswärtsspiel in Kössen ist rasch kommentiert, war es doch mehr oder weniger ein Spiegelbild der vorangegangen Partien. Die wiederum neu zusammen gewürfelte FCK-Truppe verfolgte ein striktes Defensivkonzept, das lange Zeit auch Erfolg versprach. Zwar dominierten die Gastgeber, doch die wenigen gefährlichen Aktionen waren eine sichere Beute des derzeit in Überform agierenden Lukas Endstrasser im FCK-Gehäuse. Bis knapp vor dem Pausenpfiff ein Doppelschlag die Hoffnungen der Kitzbüheler auf eine kleine Sensation zunichte machte: zuerst verwertete Hetzenauer einen Lochpass mit einem unhaltbaren Schuss in lange Eck, in der 43. fiel ihm im Fünfer ein Abpraller vom Rücken eines FCK-Spielers vor die Beine und die 2:0-Pausenführung dementsprechend leicht. Als wären die Kitzbüheler damit und ihrer Kadersituation nicht schon bedient genug: in der Pause musste Alex Pondorfer verletzt passen und in der 65. Minute erlitt Fabian Karl einen Bändereinriss und musste ausgetauscht werden. Die Überlegenheit der Kössener wurde nun erdrückend und nur Endstrassers Traumparaden verhinderten in der Schlussphase eine höhere Niederlage. Gegen die Treffer zum 3:0 in der 53. und zum 4:0 in der 78. Minute war aber auch er machtlos.

Ein gänzlich anderes Bild bot das Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Münster. Nach der Rückkehr mehrerer Spieler endlich wieder annähernd in Normalbesetzung, zeigte der FCK eine deutliche Leistungssteigerung. In einer offenen Partie war zwar Münster leicht feldüberlegen, Chancen aber hüben und drüben Mangelware. Nur der erste der vielen seltsamen Auftritte des Schiedsrichters brachte echte Gefahr für das FCK-Tor. Nach einem Rückpass aus kurzer Distanz klärte Lukas Endstrasser reflexartig mit den Knien, die der Schiri aber für Hände hielt und auf Freistoß 10m vor dem Tor entschied. Also musste Endstrasser den Fehlpfiff korrigieren, er entschärfte die Freistoßbombe bravourös. Beide Teams versuchten in der Folge gegen die sicheren Abwehrreihen mit Distanzschüssen und hohen Bällen in den Strafraum zum Erfolg zu kommen, doch war auch das kein Rezept gegen den 0:0-Pausenstand.
Lukas Mayrhofer musste angeschlagen in der Kabine bleiben, Johannes Koidl nach seinem Einsatz nach langer Verletzungspause in der 60.Minute ausgewechselt werden und in der 73. war auch für den bis dahin starken Christoph Brunner in seinem ersten Frühjahrsspiel Schluss. Die Wechsel und auch bei anderen Spielern schwindenden Kräfte allein waren es aber nicht, die das Spiel doch noch zu Gunsten der Gäste drehten. Auch den Vorwurf mangelnder Abgeklärtheit konnte man den Kitzbühelern nicht ersparen, aber es bedurfte schon auch der Mitwirkung des Schiedsrichters. In der 79. erhielt der aufopfernd kämpfende Michael Luxner einen foulverdächtigen Schlag in die Magengegend, doch näherte er sich lautlos und nur allmählich dem Boden, sodass das Spiel nicht unterbrochen wurde, sondern die Münsterer die entstandene Lücke zu einem Steilpass und zur 1:0-Führung nutzten. Wenige Minuten später verzögerte ein Gästespieler in der für Alle klar erkennbaren Absicht, sich die 5. Gelbe zu holen, einen Einwurf – mit Erfolg: Gelb. Als auch Ryan Morrison exakt den gleichen Versuch unternahm, reagierte der Schiri nicht, aber fühlte sich nach dem Spiel bemüßigt, eine Anzeige wegen Unsportlichkeit an den TFV zu erstatten. Eine wahrlich merkwürdige Auffassung von Gleichbehandlung und Objektivität. Da verwundert dann auch der Elferpfliff für die Gäste in der 87. Minute für ein Foul außerhalb des Strafraums nicht, für das er zunächst auch Freistoß zu geben schien, sich auf den letzten Metern des Weges zum Tatort aber anders entschied. Der Tabellenführer ließ sich diese Chance natürlich nicht entgehen und stellte den, letztlich nicht unverdienten 2:0-Sieg sicher.

Fazit: Der deutliche Aufwärtstrend im letzten Spiel sollte Mut und Zuversicht geben für die kommenden Spiele gegen Tabellennachbarn.